Verschiedene Untersuchungen

Das EKG (Elektrokardiographie)

Die Elektrokardiographie ist die Aufzeichnung und Darstellung einer Herzstromkurve.

Funktion eines EKG

Im so genannten Reizleitungssystem des Herzens entstehen elektrische Entladungen die sich nach einem festgelegten Schema ausbreiten. Durch diese elektrischen Ströme werden die unterschiedlichen Anteile der Herzmuskulatur erregt und der Herzmuskel kontrahiert sich (zieht sich zusammen). Die unterschiedlichen „Kurven“ in einem EKG sind verschiedenen anatomischen Strukturen des Herzmuskels zuzuordnen. Dadurch ist der Arzt in der Lage einen Rückschluss auf die Schädigung zu ziehen. Der Sinusknoten, AV Knoten und das Reizleitungsbündel sind solche elektrischen Erregungsareale.

An den Armen und Beinen sowie am Brustkorb werden die ableitenden Elektroden  befestigt, die den elektrischen Strom aufzeichnen und auf einen Monitor oder Papierstreifen übertragen.

Was kann der Arzt durch ein EKG feststellen?

Nach dem aufzeichnen eines EKG kann der Arzt Rückschlüsse auf Störungen oder Erkrankungen ziehen. Dazu zählen:

  • Herzrhythmus
  • Frequenz der Herzschläge
  • Herzinfarkt
  • Überdosierung von Herzmedikamenten
  • Erkrankungen der Herzkranzgefässe (KHK)
  • Vorhofflimmern oder –flattern
  • Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
  • Bradykardie (zu langsamer Herzschlag)
  • Herzbeutelentzündung
  • und viele anderen


Die Aufzeichnung ist für den Patienten völlig schmerzfrei. Nach der Aufzeichnung wird das EKG ausgewertet und die Ergebnisse mit dem Patienten besprochen.

 

Ergometrie – Belastungs- EKG

 

Die Ergometrie ist ein Untersuchungsverfahren zur Messung der körperlichen Leistungsfähigkeit von Patienten. Meistens wird in Arztpraxen ein so genanntes Fahrradergometer eingesetzt. Im medizinischen Bereich wird meist eine gleiche stufenförmige Belastung angewendet. Der Patient beginnt z.B. mit einer Belastung von 25 oder 50 Watt die alle 2 Minuten um 25 Watt erhöht wird. Es sind verschiedene Wattzahlen für den Start und die Steigerung möglich. Dies ist rein Patientenabhängig.

Was sagt das Belastungs- EKG aus?

Durch die Ergometrie – Untersuchung kann eine Koronarstenose (Verengung der Herzkranzgefässe) nachgewiesen werden. Es können bis zu 70% Prozent der Erkrankungsfälle aufgedeckt werden. Der Erkrankungsverdacht wird über die Veränderung der so genannten ST Strecke im EKG nachgewiesen. Wenn während der Untersuchung Schmerzen in der Brust auftreten, ist dies ebenfalls ein Zeichen für eine Herzerkrankung und es müssen weitere Untersuchungen wie z.B. eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden.

Vorbereitung für eine Ergometrieuntersuchung (Belastungs- EKG)

Kommen Sie am Tag der Untersuchung nicht nüchtern in die Praxis. Sie sollten ganz normal Frühstücken. Ziehen Sie sich bequeme Kleidung an (z.B. Sporthose und Sportschuhe). Sie dürfen sich auch gerne ein Handtuch mitbringen. Sie sind während der gesamten Untersuchung nie alleine. Entweder ist eine Helferin oder bei Bedarf auch der Arzt bei Ihnen. Sollten während der Untersuchung Beschwerden auftreten, teilen Sie uns das bitte sofort mit.

 

Lungenfunktionstest

 

Was ist ein Lungenfunktionstest ?

Mit dem Lungenfunktionstest wird die Leistungsfähigkeit der Lungen gemessen. Es wird die Menge und Stärke der ein- und ausgeatmeten Luft aufgezeichnet. Mit dem so genannten Spirometer wird das Lungenvolumen, der Atemwiderstand, die stärke der Lungenmuskulatur und das Atemvolumen gemessen.

Wann wird ein Lungenfunktionstest durchgeführt?

Mit der Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) können Lungenerkrankungen festgestellt werden. Weiter kann der Verlauf einer Lungenerkrankung überprüft werden. Die gemessenen Werte werden dann noch in Abhängigkeit zum Alter, Körpergröße und Geschlecht gebracht. Folgende Werte können gemessen werden.

Atemzugvolumen:
Ist das ein- bzw. ausgeatmete normale Lungenvolumen
Insp. Reservevolumen:
Luftvolumen das nach normaler Einatmung noch zusätzlich eingeatmet werden kann.
Exp. Reservevolumen:
Luftvolumen das nach normaler Ausatmung noch zusätzlich ausgeatmet werden kann.
Insp. Kapazität:
Entspricht dem Luftvolumen, das nach normaler Ausatmung maximal eingeatmet werden kann.
Vitalkapazität:
Entspricht dem Luftvolumen das nach maximaler Einatmung maximal ausgeatmet werden kann.
Einsekundenkapazität:
Entspricht dem Luftvolumen, das nach maximaler Einatmung in einer Sekunde ausgeatmet werden kann.

Bei den Lungenerkrankungen gibt es zwei grosse Hauptgruppen. Die obstruktiven Lungenerkrankungen wie z.B. Asthma oder COPD und die restriktiven Lungenerkrankungen wie die Lungenfibrose. Beide Erkrankungsgruppen können mit der Spirometrie gut diagnostiziert und überprüft werden.

 

Ultraschalluntersuchung (Sonografie)

Die Ultraschalluntersuchung ist eine bildliche Darstellung der Strukturen und Organe des Körpers mittels Ultraschallwellen. Diese Wellen werden durch elektrischen Kristalle erzeugt. Organe und benachbartes Gewebe reflektieren den Ultraschall unterschiedlich. Diese Reflektionen werden über einen Verstärker am Bildschirm sichtbar gemacht. Mit Hilfe der Ultraschallwellen kann sich der untersuchende Arzt eine räumliche Vorstellung von Größe, Form und Struktur der untersuchten Organe verschaffen.

Wann wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt?

Die Ultraschalluntersuchung dient in mehreren Gebiete der Medizin zur Erstdiagnose und zur Verlaufskontrolle von Erkrankungen. Sie wird vorwiegend unter anderem von  Internisten, Allgemeinärzten , Augen-, HNO-Ärzten, Urologen und Gynäkologen sowie Orthopäden angewandt. Mit der Sonografie kann der Arzt die Veränderungen der Organe, Zysten und Tumore erkennen. Auch lassen sich Veränderungen von Blutgefäßen und Muskeln darstellen. Über dem Bauchraum können die Nieren, Leber oder die Milz untersucht werden.

Verlauf der Ultraschalluntersuchung

Während der Sonografie liegt der Patient auf einer Untersuchungsliege. Für ein gelungenes Ultraschallbild ist ein unmittelbarer und luftfreier Kontakt zwischen Haut und Schallkopf notwendig. Deswegen wird auf den Schallkopf ein Gel aufgetragen und über den zu untersuchenden Körperteil bewegt. Der Arzt kann sich durch Bewegung des unterschiedlich abgewinkelten Schallkopfes die Organe und Gewebe aus verschiedene Richtungen am Bildschirm ansehen.


Was sollte man dabei beachten

Zur Ultraschalluntersuchung des Bauchraums sollte man nüchtern  erscheinen, d.h. ein paar Stunden vorher weder essen noch trinken. Bei übergewichtigen Personen mit einer dicken Fettschicht unter der Haut können die Schallwellen die Fettschicht nur schwer durchdringen. Bei der Ultraschalluntersuchung sind keine Kontrastmittel notwendig. Die Sonografie ist schnell und schmerzfrei. Es werden dabei keine gefährlichen Strahlen ausgesendet, daher ist sie praktisch ungefährlich. Eine Ultraschalluntersuchung ist zwar für den Patienten wenig belastend, sollte sich aber auf medizinisch sinnvolle und notwendige Untersuchungen beschränken – vor allem in der Schwangerschaft. Mit Hilfe eines speziellen sonografischen Verfahren, der Doppler-Sonografie, kann bei Durchblutungsstörungen die Flussgeschwindigkeit in Blutgefäßen gemessen werden. Dadurch erhält man Aussagen über Verengungen oder über Verschlüsse von Gefäßen